Risiken beim Rollerfahren

Jeder Fahrzeugführer, der sich auf die Straßen und Autobahnen begibt, setzt sich verschiedenen Risiken aus. Diese ergeben sich aus dem eigenen Fahrvermögen, den technischen Besonderheiten des Fahrzeuges und den äußeren Umständen, die in der Umwelt liegen. Zu diesen gehören:
• Das aktuelle Verkehrsaufkommen
• Die Fehler und Unachtsamkeiten anderer Verkehrsteilnehmer
• Schlechte Sicht durch ungünstige Witterung oder Dunkelheit
• Die wechselnde Beschaffenheit der Fahrbahn
• Ungünstige Witterungsverhältnisse
• Beschaffenheit der Umgebung (Tunnel, Brücken, Niederungen, Kurven, Bergab- und Bergaufgelände)
• Bauarbeiten und Umleitungen – sprich fehlende Ortskenntnis

Zusätzliche Gefährdungen beim Rollertuoren sind:
• Überholmanöver, die man selbst ausführt oder wenn Fahrzeugführer mit Motorrollern von anderen Verkehrsteilnehmern überholt werden. Besonders kritisch sind Überholvorgänge durch LKWs.
• Resonanzerscheinungen an Motorrollern, die zu verändertem Fahrverhalten führen.
• Durchschlängeln durch enge Staulücken
• Enges Vorbeifahren an stehenden PKWs oder LKWs
• Fahrspur- oder Seitenwechsel, insbesondere das Linksabbiegen erfordern eine hohe Aufmerksamkeit.
• Mit einem defekten Fahrzeug fahren
• Zu viel Gepäck aufladen und ein unsicheres Verhalten des Mitfahrers
• Im „toten Winkel“ hinter dem Vordermann bleiben
• Zu schnelles Tempo in Kurven
und viele andere Risiken.

Motorisierte Zweiräder sind im Straßenverkehr häufig nicht so gut zu sehen, wie dies bei den Dreiradrollern und Autos der Fall ist. Diese Tatsache verlangt ein zusätzliches Augenmerk der Fahrzeugführer auf andere Verkehrsteilnehmer. In diesem Zusammenhang sollte die Fahrweise so eingestellt werden, dass Mann oder Frau zwar langsam und vorausschauend fahren, den nachfolgenden Verkehr jedoch nicht behindern und selbst zum Risiko werden.
Bei der Planung von Touren mit den Motorrollern sind es manchmal kleine Dinge, die zu einem Risiko werden können. Dies können beispielsweise vom Gepäck herabhängende Verschnürungen oder Veränderungen auf den Straßen sein. Sogar im Cityverkehr sind Unfalle durch diese Kleinigkeiten nicht auszuschließen. Unvorhersehbare Ereignisse, die für einen Rollerfahrer zum Verhängnis werden können, sind plötzliche Unebenheiten und Straßenbahnschienen, die teilweise schräg überfahren werden müssen. Unvorhersehbare Situationen, die auch durch eine Beeinträchtigung der Sicht und sogenannte optische Täuschungen hervorgerufen werden, führen häufig zu Fehleinschätzungen und zu unsicherem Fahrverhalten. Erfahrene Scooterhasen und Motorradfahrer können sicher ein Lied singen von den als Schlagschatten bezeichneten Unregelmäßigkeiten im Gelände. Diese Beeinträchtigungen treten durch ständig wechselnde Beleuchtungsverhältnisse auf, die insbesondere für stark bewaldete Straßen üblich sind. Nicht zu unterschätzen ist ebenfalls die unangenehme und zu einer Gefährdung werdende Blendwirkung der Sonne. Dieser kann mit einer geeigneten Sonnenbrille für Rollerfahrer ausgeschaltet werden. Dies gilt auch für reflektierende Fahrbahnbereiche, die ebenso blenden können und zu Irritierungen beitragen.

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